
Gas-Mangellage: Spiel mit dem Feuer.
Der Gasspeicher in Frankenthal – der einzige in ganz Rheinland-Pfalz und Saarland – war Anfang Februar zu 27,7 Prozent gefüllt (Quelle: Rheinpfalz). Am 15. Februar waren es nur noch 16,67 Prozent (Quelle: https://agsi.gie.eu/). Ein Rückgang also von rund 10 Prozent in nur zwei Wochen. Laut Betreiber und Bundesnetzagentur ist die Versorgung gesichert, allerdings ist die kurzfristige Beschaffung von Gas auf dem aktuellen Gasmarkt sehr teuer, worunter zuerst die Industriekunden leiden würden.
Welche Auswirkungen hat das für die BASF und andere Firmen? Droht ein Produktionsstopp? Warum informiert die Landesregierung nicht über zu erwartende Mehrkosten für Firmen und Privatpersonen?
Die Grünen haben mit dem damaligen Wirtschaftsminister Habeck die Gasspeicherfüllstandsverordnung (GasSpFüllstV) angepasst und die Zielvorgaben für den Gasspeicherfüllstand (für den 1. November) von 90 Prozent auf 80 Prozent gelockert. Die aktuelle Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat dieses Problem einfach ignoriert und die Versorgungssicherheit dem Zufall überlassen.
Kleinen Kindern wird beigebracht, nicht mit dem Feuer zu spielen. Vielleicht sollte man nun erwachsenen Politikern beibringen, dass man nicht mit der Wirtschaft spielt.




